Hamburger Hafengeburtstag: Shut down the logistics of capital!

Hamburger Hafengeburtstag: Shut down the logistics of capital!

Der Hamburger Hafengeburtstag macht ordentlich was her. Hunderttausende haben sich deswegen auch dieses Jahr wieder an dieser Zurschaustellung deutscher Gemütlichkeit und Überlegenheit auf dem Weltmarkt erfreut, gemütlich während der Schiffsparade zur Nationalhymne geschunkelt oder mit großen, glänzenden Augen das abendliche Feuerwerk verfolgt. Nicht zuletzt die eigens hierfür von der Bundeswehr eingerichtet Feldpoststelle zeugte auch vom internationalen Charakter der Festveranstaltung. So war rasch klar für uns, das dies eine Veranstaltung ist, der auch wir nicht fern bleiben wollen. Deswegen haben sich eure Lieblingsaktivist*innen gestern am 06. Mai auf den Weg gemacht um die bunte Werbetrommel für die Blockade des Hafens, der Logistik des Kapitals, am 7. Juli anlässlich der Proteste gegen den G20-Gipfel zu rühren.

Mit der Einladung der Staatschef*innen der G20-Staaten im Juli nach Hamburg, hat sich die Hansestadt auch den Protest dagegen eingeladen. Mit unserer Social Strike Aktion gegen die Logistik des Kapitals versuchen wir neue Wege des Protestes gegen Armut, Ausbeutung und Abschottung zu gehen. Erdogan, Trump, Merkel und Co sind die Gesichter einer Gesellschaftsordnung, die dies notwendig immer wieder aufs Neue hervorbringt. Ihr ist nicht mit Appellen an die Regierenden beizukommen. Die Logistik ist heute eine der Schwachstellen des globalen Kapitalismus, die Halsschlagader des Kapitals. Hier können auch diejenigen Streiken, die vom kapitalistischen „Fortschritt“ längst als „Überflüssige“ aussortiert wurden. Wir wollen am 7. Juli im Hafen daher die logistischen Transportketten unterbrechen – symbolisch und mit massenhaftem zivilem Ungehorsam. Damit gehen wir dahin, wo es dem Kapitalismus wirklich weh tut. Denn eine Gesellschaft, in der Waren frei fließen können, aber Menschen tausendfach ertrinken müssen, verdient es blockiert zu werden.


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